Stille Entzündungen - Silent Inflammation

Stille Entzündungen, auch als Silent Inflammation bekannt, sind chronische Entzündungsprozesse im Körper, die oft unbemerkt verlaufen, aber dennoch ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Diese Art der Entzündung ist nicht so offensichtlich wie akute Entzündungen, die mit Schwellung, Rötung und Schmerzen einhergehen. Es handelt sich um einen völlig anderen immunologischen Zustand, indem über viele Jahre hinweg eine niedrigschwellige Entzündung vorherrscht. Diese stille Entzündung verläuft grösstenteils auf zellulärer Ebene, durch vielfältige genetische Anpassungen.

Was sind stille Entzündungen?

Stille Entzündungen, oder Silent Inflammations, sind unauffällige Entzündungen im Körper, die über sehr viele Jahre unbemerkt die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen können.

Die versteckten Entzündungen führen zu einer kontinuierlichen Bildung unterschiedlicher Immunbotenstoffe (proinflammatorische Zytokine), wodurch das Immunsystem dauerhaft aktiviert und durcheinandergebracht wird.

Ausserdem führen dauerhaft stille Entzündungen zu einer Erhöhung des oxidativen und nitrosativen Stress (Nitrostress).

Stille Entzündungen können überall im Körper vorkommen und von dort eine dauerhafte Belastung des gesamten Organismus darstellen – vielfältige chronische Erkrankungen können sich als Folge manifestieren.

Versteckte Entzündung im Körper - Symptome

Die Symptome von versteckten Entzündungen im Körper sind vielfältig und sehr unspezifisch. Je nach genetischer Veranlagung, toxischer Belastung, Zustand des Immunsystems, Ernährungsweise oder Umgang mit Stress können die Symptome stark variieren.

Wichtig ist zu wissen, dass jegliche Arten von Entzündungen die generelle Entzündungsneigung des Körpers erhöhen und das Immunsystem aus der Balance bringen.

Versteckte Entzündungen können zu folgenden Symptomen führen:

  • Energiemangel, da ein aktiviertes Immunsystem dem Körper eine Menge Energie raubt
  • Schnelle Erschöpfung und Fatigue
  • Mitochondriopathie, durch den oxidativen Stress und nitrosativen Stress
  • Antriebslosigkeit und Depression
  • Allergische Reaktionen
  • Schlafstörung und Nachtschweiss
  • Infektanfälligkeit
  • Schwindel
  • Verdauungsprobleme und Lebensmittelunverträglichkeit
  • Entzündungen der Haut
  • Schmerzen in den Gelenken

Mögliche Folgen von stillen Entzündungen

Menschen, die dauerhaft einer Silent Inflammation ausgesetzt sind, können gesundheitliche Auswirkungen verspüren. Langfristig können sich als Folge vielfältige Erkrankungen ausbilden. Zu den möglichen Erkrankungen, die mit stilen Entzündungen in Verbindung stehen, gehören:

  • Fatigue und ME-CFS
  • Allergien und Intoleranzen
  • Depression
  • Arteriosklerose und als Folge koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall
  • Diabetes Type 2
  • Autoimmunerkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerose, Alzheimer)
  • Unterschiedliche Arten von Krebs
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • COPD und Asthma

Arten von stillen Entzündungen

Stille Entzündungen können überall im Körper vorkommen. Einige häufig vorkommende Silent Inflammation sind:

  • Unterschiedliche Arten von Kieferentzündungen, z.B. FDOK / NICO
  • Entzündungen an den Zähnen z.B. nach Wurzelbehandlungen
  • Parodontitis und Zahnfleischentzündung
  • Versteckte Darmentzündungen
  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • Entzündungen in den Gefässen (Vaskulitis)
  • Entzündungen der Gelenke (Arthritis)
  • Entzündung in der Haut

Wichtig ist, dass diese versteckten Entzündungen durch Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtung diagnostiziert und behandelt werden.

Ursachen von Silent Inflammation

Die Ursachen von Silent Inflammation sind vielfältig und verstärken sich gegenseitig. Stille Entzündungen sind häufig die Folge eines multifaktoriellen Geschehens, bei dem verschiedene Ursachen zu einer stillen Entzündung führen.

Folgende Ursachen von Silent Inflammation werden diskutiert:

  • Toxische Belastung, z.B. mit Quecksilber bei Amalgamfüllungen
  • Zustand nach Operationen, z.B. FDOK / NICO nach Zahnentfernungen
  • Karies und Parodontitis, wodurch sich eine Kieferentzündung ausbilden kann
  • Unterschiedliche Medikamente
  • Dysbiose im Mund oder Magen-Darm-Trakt
  • Infektionserkrankungen, z.B. mit EBV, CMV und Borreliose
  • Verminderte Entgiftungsleistung, z.B. “schlechte Entgifter” bei genetischer Veranlagung

Silent Inflammation behandeln

Die komplementäre Behandlung von Silent Inflammation konzentriert sich darauf, die zugrunde liegenden Ursachen anzugehen und Entzündungen im Körper zu reduzieren.

Zu den Massnahmen gehörten unter anderem:

  • Beseitigung der zahnärztlichen Entzündungen: Kieferentzündungen, Parodontitis und entzündete Zähne
  • Beseitigung aller weiterer Entzündungen, z.B. Darm, Kieferhöhle, Haut und Gelenke
  • Darmsanierung und Optimierung der Darmflora
  • Amalgamentfernung unter Schutz
  • Ausleitung der Schwermetalle und weiterer Toxine
  • Verbesserung der eigenen Entgiftungsleistung
  • Therapie der versteckten Infektionskrankheiten, wie z.B. EBV, CMV oder Borreliose
  • Stabilisierung und Beruhigung des Immunsystems
  • Entzündungshemmende systemische Therapien z.B. INUSpherese®, Ozontherapie, Hyperthermie und Lasertherapie
  • Auffüllen der fehlenden Mikronährstoffe nach genauer Diagnostik
  • Anpassung der Ernährung (antientzündlich, basische und vollwertig)
  • Anpassung vom Stressmanagement, körperlicher Aktivität und Schlafrhythmus

Bei der Behandlung von Silent Inflammation ist es wichtig, dass ein erfahrener Therapeut eine korrekte Diagnostik erstellt, auf dieser Basis die Therapie durchführt und laufend kontrolliert.

Stille Entzündungen und der Einfluss vom Lifestyle

Der tägliche Lifestyle sollte unbedingt angepasst werden, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten. Folgende Aspekte sollten berücksichtigt werden, um stille Entzündungen besser zu kompensieren.

  • Ernährungsoptimierung: Eine entzündungshemmende, unbelastete Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, tierischen Lebensmitteln, gesunden Fetten und Antioxidantien ist, kann dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu reduzieren.
  • Bewegung: Regelmässige körperliche Aktivität kann Entzündungen bekämpfen, indem sie die Freisetzung von entzündungshemmenden Substanzen fördert und das Immunsystem stärkt. Die Bewegung sollte moderat und nicht exzessiv sein, um erhöhten oxidativen Stress zu verhindern
  • Stressmanagement: Stress kann Entzündungen im Körper verschlimmern, daher ist es wichtig, Techniken zur Stressbewältigung wie Meditation, Yoga oder tiefes Atmen zu praktizieren.
  • Schlaf: Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf ist entscheidend für die Regulation des Immunsystems und die Reduzierung von Entzündungen.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel wie Omega-3-Fettsäuren, Curcumin, Vitamin D und Probiotika können entzündungshemmende Eigenschaften haben und zur Bekämpfung von Silent Inflammation beitragen. Es ist wichtig, dass vor einer Einnahme immer eine genaue Abklärung des individuellen Mikronährstoffstatus durchgeführt wird.

Med. pract. Dana Hreus M.A.

Die Heilung von stillen Entzündungen ist nur möglich, wenn die Ursachen beseitigt und das Immunsystem wieder normalisiert wird. Eine Zusammenarbeit mit Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen ist entscheidend.

Med. pract. Dana Hreus M.A.

Weiterführende Informationen

Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.