Rheuma

Die hier angebotenen Inhalte dienen ausschliesslich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen Diagnosemethoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und darf nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose oder den Beginn, die Änderung oder Beendigung einer Behandlung verwendet werden. Suchen Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens auf.
Rheuma, auch als rheumatoide Arthritis oder Rheumatismus bezeichnet, ist eine Sammelbezeichnung für mehrere verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparats. Rheuma gehört zu den Autoimmunerkrankungen und kann unbehandelt in ein chronisches Stadium übergehen.
Die Betroffenen leiden unter Schmerzen und Entzündungen in Muskeln, Gelenken, Sehnen und Bindegewebe. Die starken lokalen Entzündungen bei Rheuma können langfristig zu einer Zerstörung der Gelenke und Organe führen, weshalb die Entzündung unbedingt eingedämmt werden sollte.
Symptome von Rheuma
Die Symptome von Rheuma sind sehr variabel. Dabei gehören Gelenkschmerzen, Bindegewebsveränderungen, Steifheit und Schwellungen zu den häufigsten Manifestationen dieser Erkrankung. Die Gelenke können sich verformen und die Beweglichkeit nimmt ab. Betroffene klagen häufig auch unter Müdigkeit, Erschöpfung und Fatigue.
Ursachen von Rheuma
Die Ursachen von Rheuma sind vielfältig und beeinflussen sich in Ihrer Wirkung gegenseitig. So werden folgende Ursachen vor Rheuma diskutiert:
- Genetische Veranlagung (familiäre Häufung)
- Rauchen
- Ungesunde Lebensweise und Ernährung
Integrative Erklärungsansätze: In der ganzheitlichen Medizin wird zudem intensiv diskutiert, inwiefern weitere Faktoren das Immunsystem chronisch belasten und bei entsprechender Veranlagung als zusätzliche Trigger fungieren könnten. Hierzu zählen mögliche Ungleichgewichte in der Darmflora (z. B. Dysbiose, SIBO oder Leaky Gut), unerkannte Lebensmittelunverträglichkeiten, versteckte Entzündungsherde (Silent Inflammations), Mikronährstoffmängel (z. B. Vitamin D) oder toxische Belastungen (wie Schwermetalle).
Bei Rheuma sollten die ursächlichen Faktoren herausgefunden und mit individuell abgestimmten Therapien behandelt werden. Es ist wichtig, während der gesamten Therapie, die entzündungsbedingte Zerstörung des Gewebes zu unterbinden.

Weichteilrheuma
Weichteilrheuma wird auch als Fibromyalgie bezeichnet und muss von dem klassischen Rheuma abgegrenzt werden. Weichteilrheuma betrifft, wie es der Name schon verrät, eher die weichen Gewebetypen des Körpers. Gelenke und Knochen sind bei Weichteilrheuma nicht betroffen.
Auf das Krankheitsbilder Fibromyalgie gehen wir in einem anderen Artikel näher ein.
Behandlung von Rheuma
Eine Behandlung von Rheuma sollte nicht nur die Symptome lindern, sondern auch immer an den Ursachen ansetzen. Vor der Behandlung ist eine gründliche Diagnostik notwendig, um die individuellen Ursachen herauszufinden.
Die konventionelle Behandlung von Rheuma beinhaltet eine medikamentöse Therapie zur Linderung der Schmerzen und der Entzündung. Weiterhin werden unterstützende Massnahmen, wie Physiotherapie oder Ergotherapie angewendet.
Aus Sicht der integrativen Medizin können komplementäre Behandlungen eine wichtige begleitende Unterstützung darstellen. So kann eine professionelle Darmsanierung helfen, die allgemeine Immunbalance zu fördern, und nachgewiesene Mikronährstoffmängel können gezielt ausgeglichen werden. Zudem wird nach versteckten Entzündungsherden (sogenannten Silent Inflammations, beispielsweise im Kieferbereich) gesucht, um das Immunsystem von potenziellen zusätzlichen Stressoren zu entlasten.
Spezifische Verfahren wie eine Chelat-Therapie werden primär bei nachgewiesenen toxischen Belastungen als ergänzende Massnahme evaluiert. In besonders schweren, therapieresistenten Fällen können zudem Verfahren der Blutwäsche (wie die INUSpherese) in Betracht gezogen werden, um entzündungsfördernde Stoffe und Autoantikörper gezielt aus dem Blut zu filtern.
Die Eindämmung der Entzündung ist bei der Rheuma-Therapie sehr wichtig, um bleibende Schäden an den Gelenken und Organen zu verhindern.
Weiterführende Informationen
Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.