Arteriosklerose

Arteriosklerose

Die hier angebotenen Inhalte dienen ausschliesslich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen Diagnosemethoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und darf nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose oder den Beginn, die Änderung oder Beendigung einer Behandlung verwendet werden. Suchen Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens auf.

Arteriosklerose, auch als Arterienverkalkung bekannt, ist eine fortschreitende Erkrankung der Arterien, bei der sich Plaque (Ablagerungen aus Fetten, Proteinen und Kalzium) in den Gefässwänden ansammelt. Dies führt zu Verengungen und Verhärtungen der Arterien, die den Blutfluss beeinträchtigen können, oder im schlimmsten Fall sich ablösen und kleinere Gefässe verschliessen. Bis zum Ablösen eines Plaques verläuft die Erkrankung symptomlos. Wenn es dann allerdings zum Verschluss eines Gefässes, wie beispielsweise den Herzkranzgefässen kommt, tritt die klassische Herzinfarkt-Symptomatik auf und ein schnelles Handeln ist unerlässlich.

Lokalisation von Arteriosklerose

Arteriosklerose kann sich in allen Abschnitten des Blutkreislaufs ausbilden, wobei überwiegend Arterien betroffen sind. Venen zeigen praktisch nie eine arteriosklerotische Veränderung der Gefässwände.
Besonders häufig kommt Arteriosklerose in den grossen Arterien vor, besonders wo eine anatomische Verzweigung der Gefässe vorhanden ist. Somit sind Halsschlagadern, Leistenarterien und Herzkranzgefässe vermehrt für Arteriosklerose anfällig und zeigen eine erhöhte Plaque-Ablagerungen. Aber auch in der Aorta (Hauptschlagader) bildet sich, wegen der hohen Drücke, vermehrt Arteriosklerose aus.

Symptome von Arteriosklerose

Arteriosklerose zeigt keine wirklichen Symptome und macht sich erst im Spätstadium bemerkbar. Bei einer starken Verengung der Gefässe oder bei Bildung eines Thrombus kann es zu plötzlichen, lebensbedrohlichen Zuständen kommen.

Symptome, die im Zusammenhang mit Arteriosklerose stehen sind:

  • Engegefühl und Schmerzen in der Brust beim Befall der Herzkranzgefässe (koronare Herzkrankheit)
  • Durchblutungsstörung des Gehirns und Symptome eines Schlaganfalls
  • Symptome einer PAVK, wenn die Beinarterien betroffen sind
Dr. med. Karsten Ostermann M.A.

Bei Arteriosklerose kann eine enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit erfahrenen Therapeuten unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen sinnvoll sein.

Dr. Karsten Ostermann

Ursachen von Arteriosklerose

Es gibt vielfältige Ursachen von Arteriosklerose. Diese können sich gegenseitig verstärken und sorgen dafür, dass sich über die Jahre hinweg Plaque in den Gefässen ausbildet. Folgende Ursachen von Arteriosklerose werden angegeben:

  • Ungesunde Ernährungsgewohnheiten
  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Übergewicht und Adipositas
  • Genetische Faktoren
  • Integrative und umweltmedizinische Aspekte:
    In der ganzheitlichen Medizin wird zudem intensiv betrachtet, inwiefern zusätzliche systemische Stressoren die Gefässgesundheit belasten und Entzündungen der Gefässinnenwände (Endothel) fördern. Hierzu zählen chronische stille Entzündungen, toxische Belastungen durch Umweltgifte (z. B. Schwermetalle) sowie Ungleichgewichte im Darmmikrobiom (wie das Leaky-Gut-Syndrom).

Arteriosklerose Therapie

Die Therapie sollte, soweit es geht, an der Ursache der Arteriosklerose ansetzen. Auch präventive Massnahmen sind zielführend und sollten integriert werden.

Zu der Therapie von Arteriosklerose gehören:

  • Lebensstil-Änderungen wie eine gesunde Ernährung, Rauchstopp, regelmässige körperliche Aktivität.
  • Ggf. Medikamente zur Senkung von Cholesterin
  • Ggf. Medikamente zur Senkung des Blutdrucks und zur Blutverdünnung
  • In fortgeschrittenen Fällen von Arteriosklerose kann eine Gefässchirurgie erforderlich sein, um verengte oder blockierte Arterien zu behandeln.

Die integrative Medizin verfolgt ergänzend das Ziel, systemische Entzündungen zu senken und den Zellstoffwechsel zu optimieren. Komplementäre Massnahmen wie eine Darmsanierung oder der Einsatz der Phytotherapie zielen darauf ab, das Immunsystem zu entlasten. Bei nachgewiesenen toxischen Belastungen (z. B. durch Schwermetalle) kann in spezialisierten Zentren eine Chelattherapie evaluiert werden. Bei sehr schweren, therapieresistenten Gefäss- oder Fettstoffwechselstörungen kommen mitunter auch spezielle Blutwäsche-Verfahren (wie die INUSpherese®) als begleitende Massnahme in Betracht.

Zusätzlich können Mikronährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und Vitamin K2 nach ärztlicher Rücksprache unterstützend wirken, um die Herzgesundheit zu fördern. Stressmanagement durch Yoga oder Atemübungen hilft, den Blutdruck positiv zu beeinflussen. Traditionelle pflanzliche Mittel wie Knoblauch oder Ginkgo Biloba werden in der Naturheilkunde gerne zur Förderung der Mikrozirkulation eingesetzt – sie dienen jedoch als begleitende Unterstützung und nicht als alternative Therapie zu notwendigen schulmedizinischen Massnahmen.

Weiterführende Informationen

Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.