Asthma

Asthma

Asthma ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch eine überempfindliche Reaktion der Bronchien auf bestimmte Reize gekennzeichnet ist. Dabei kommt es zu einer vorübergehenden Verengung der Bronchien, was für Betroffene das Atmen erschwert und zu typischen Beschwerden wie Atemnot, Husten oder einem Engegefühl in der Brust führt. Diese Symptome treten häufig anfallsartig auf, besonders bei körperlicher Belastung. Die Ursachen für die Entstehung von Asthma sind oft recht vielfältig. Während bei allergischem Asthma vor allem Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare bekannte Auslöser sind, spielen bei nicht-allergischen Formen Faktoren wie Infekte, Stress oder kalte Luft eine wichtige Rolle. Auch wenn Asthma nicht direkt heilbar ist, können heute durch wirksame Therapien, eine gute Kontrolle der Erkrankung und eine hohe Lebensqualität ermöglicht werden.

Was ist Asthma?

Asthma ist eine Erkrankung, bei der es zu einer chronischen Entzündung der Atemwege kommt. Dabei kommt es zu wiederholten Episoden von Atemnot, Husten und Keuchen. Ursächlich für diese Symptome sind die Entzündung und Schwellung der Bronchien, die die Atemwege verengen. Diese Verengung der Bronchien führt dazu, dass es der Luft erschwert wird, in die Lungen zu gelangen und wieder aus den Lungen zu entweichen. Während eines Asthmaanfalls, wenn die Verengung besonders ausgeprägt ist, können die Symptome akut und zu einer erheblichen Belastung führen.

Asthma kann im Allgemeinen in zwei Hauptkategorien unterteilt werden: allergisches (extrinsisches) und nicht-allergisches (intrinsisches) Asthma. Beiden Formen liegen unterschiedliche Ursachen und Auslöser zugrunde. Beim allergischen Asthma reagieren die Atemwege auf Umweltfaktoren wie Pollen oder Tierhaare, was zu einer übermässigen Entzündungsreaktion in den Atemwegen führt. Nicht-allergisches Asthma hingegen wird vermehrt durch andere Faktoren wie häufige Atemwegsinfektionen, kalte Luft, körperliche Anstrengung oder Stress ausgelöst.

Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist das Asthma cardiale, das sich klar von dem Asthma bronchiale unterscheidet. Asthma cardiale tritt auf, wenn das Herz nicht genügend Blut in den Körper pumpt, was zu Atemnot und Husten führt. Dieser ist folglich nicht durch eine Entzündung der Atemwege, sondern durch eine Herzinsuffizienz verursacht. Es ist daher wichtig, diese beiden Formen zu differenzieren, um eine genaue Diagnose zu stellen.

Asthma Lebenserwartung

Asthma ist keine lebensbedrohliche Erkrankung, sofern sie richtig behandelt wird. Mit einer guten medizinischen Betreuung und der konsequenten Anwendung von Medikamenten können Betroffene ein weitgehend normales Leben führen. Es gibt jedoch einige Faktoren, die die Lebenserwartung mit beeinflussen können. Sollte es beispielsweise zu häufigen, schweren Asthmaanfällen kommen, kann dies zu einer Verschlechterung der Lebensqualität führen und das Risiko für mögliche Komplikationen erhöhen. Studien zeigen, dass Menschen mit gut kontrolliertem Asthma in der Regel eine Lebenserwartung haben, die der allgemeinen Bevölkerung entspricht. Wenn Asthma jedoch nicht ausreichend behandelt wird oder es zu wiederholten, schweren Anfällen kommt, kann dies langfristige gesundheitliche Folgen wie eine beeinträchtigte Lungenfunktion haben.

Des Weiteren ist es wichtig zu beachten, dass Menschen mit Asthma anfälliger für andere Erkrankungen wie Atemwegsinfektionen oder Lungenentzündungen sein können. Daher ist eine frühzeitige Diagnose und unterstützende Kontrollen unerlässlich, um das Asthma effektiv zu behandeln und die Lebenserwartung zu verbessern.

Asthma Arten

Asthma kann in verschiedenen Formen auftreten, die sich in ihren Auslösern, Symptomen und der Schwere der Erkrankung unterscheiden. Die Hauptarten von Asthma sind das allergische Asthma, auch extrinsisches Asthma, und das nicht-allergische Asthma, auch intrinsisches Asthma. Des Weiteren gibt es auch das Belastungsasthma und weitere spezielle Formen wie das eosinophile Asthma und den Status asthmaticus.

Allergisches (extrinsisches) Asthma

Allergisches Asthma, auch bezeichnet als extrinsisches Asthma, ist eine Form von Asthma, bei der die Symptome durch bestimmte Allergene ausgelöst werden. Es ist die häufigste Art von Asthma, die besonders bei Kindern und jungen Erwachsenen auftritt. Die Ursache für die Entstehung dieser Form des Asthmas ist die überempfindliche Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Substanzen, die normalerweise keine schädlichen Effekte auf den Körper haben. Bei Menschen mit allergischem Asthma führt der Kontakt mit diesen Auslösern zu einer Entzündungsreaktion in den Atemwegen, was wiederum zu Husten, Atemnot und Keuchen führt.

Bei dem extrinsischen Asthma gibt es oft, wegen seiner allergen Komponente, eine saisonale Variation der Symptome. So treten die Beschwerden zum Beispiel während der Pollenflugzeit verstärkt auf. Während des Frühjahrs und Sommers, wenn viele Bäume und Gräser blühen, können Pollen zu einer Verschlimmerung der Symptome führen. In den Herbst- und Wintermonaten können hingegen Hausstaubmilben oder Schimmelpilzsporen stärker in die Luft gelangen und Asthmaanfälle auslösen.

  • Pollen: Besonders während der Blütezeit von Bäumen und Gräsern sind Pollen eine der häufigsten Auslöser für allergisches Asthma. Der Pollenflug kann saisonal variieren, was die Häufigkeit und Schwere der Symptome beeinflusst.
  • Staub (Hausstaubmilben): Hausstaubmilben leben in Bettwäsche, Matratzen, Teppichen und Polstermöbeln. Durch sie können die Atemwege gereizt und Asthmaanfälle hervorgerufen werden. Hausstaubmilben sind zudem ganzjährig aktiv, weshalb die Symptome auch ausserhalb der typischen Pollensaison auftreten können.
  • Tierhaare: Haustiere, insbesondere Katzen und Hunde, besitzen Allergene, die über Hautschuppen und Haare freigesetzt werden. Diese Partikel können über die Luft in die Atemwege gelangen und Asthmaanfälle auslösen.
  • Schimmelpilz: Feuchte und schlecht belüftete Umgebungen können das Wachstum von Schimmelpilzen fördern. Ihre Sporen gelangen in die Luft und können allergische Reaktionen sowie Asthma verschlimmern.
  • Nahrungsmittel: Bestimmte Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Nüsse, Eier, Milch oder Meeresfrüchte, können bei manchen Menschen Asthmaanfälle auslösen.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie nichtsteroidale Antirheumatika oder Aspirin, können bei manchen Asthmapatienten eine Verschlechterung der Symptome hervorrufen, da sie Entzündungsprozesse fördern, die das Asthma verstärken können.

Die Behandlung des allergischen Asthmas konzentriert sich auf die Vermeidung der oben genannten Auslöser, der Anwendung von Medikamenten zur Kontrolle der Symptome und in einigen Fällen auch eine Immuntherapie, die darauf abzielt, die Allergie langfristig zu verringern.

Nicht-allergisches (intrinsisches) Asthma

Nicht-allergisches, auch intrinsisches, Asthma wird nicht wie bei dem allergischen Asthma durch bestimmte Allergene verursacht, sondern vielmehr durch andere Faktoren ausgelöst. Diese Art von Asthma tritt häufig im Erwachsenenalter auf und betrifft meist Menschen ohne bekannte Allergien. Die Entstehung von nicht-allergischem Asthma ist recht komplex und kann durch verschiedene Auslöser und körperliche Reaktionen verstärkt werden.

Nicht-allergisches Asthma ist häufig weniger saisonal abhängig und tritt eher konstant auf, da es durch andere Faktoren als Umweltallergene ausgelöst wird. Die Entstehung von nicht-allergischem Asthma beruht auf einer überempfindlichen Reaktion der Atemwege gegenüber verschiedenen Reizen. Sie führen lokal zu einer Entzündung und Verengung der Bronchien. Der Körper reagiert hierbei auf bestimmte Umweltfaktoren, wie Infektionen oder stressbedingte Veränderungen, mit einer Entzündung der Atemwege. Diese Entzündungsprozesse führen zu einer Überempfindlichkeit der Bronchien, was wiederum zu Asthmaanfällen führen kann.

  • Infektionen durch Bakterien oder Viren: Atemwegsinfektionen, wie sie durch Viren oder Bakterien verursacht werden, sind mit die häufigsten Auslöser für die Entstehung des nicht-allergischen Asthmas. Sie können die Atemwege entzünden und zu einer Verstärkung der bisherigen Symptome führen.
  • Stress: Psychischer Stress kann die Immunantwort des Körpers beeinflussen und die Atemwege von Asthmatikern indirekt reizen. Stress führt zu einer erhöhten Produktion von Stresshormonen, die die Entzündungsprozesse in den Bronchien fördern können.
  • Rauchen: Das Rauchen ist ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung von nicht-allergischem Asthma. Beim Einatmen von Zigarettenrauch oder auch durch das Passivrauchen können die Atemwege chronisch gereizt werden, Entzündungen verursacht und die Schleimhäute der Atemwege geschädigt werden. Dies führt zu einer Überempfindlichkeit der Bronchien, was das Risiko für Asthmaanfälle deutlich erhöht.
  • Kalte Luft: Kalte, trockene Luft kann die Atemwege reizen und Asthma verschärfen. Dies passiert vor allem, wenn die kalte Luft in den Atemwegen zu einer Verengung der Bronchien führt.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), können die Symptome von nicht-allergischem Asthma verstärken. Diese Medikamente, zu denen beispielsweise Ibuprofen und Acetylsalicylsäure (Ass) gehören, können die Entzündungsprozesse in den Atemwegen fördern und somit zu Asthmaanfällen führen.

Die Behandlung von nicht-allergischem Asthma umfasst typischerweise eine Kombination aus medikamentösen Therapien zur Entzündungshemmung und Bronchienerweiterung sowie die bestmögliche Vermeidung spezifischer Auslöser, wie Rauchen, Kälte und Stress.

Belastungsasthma / Anstrengungsasthma

Belastungsasthma tritt in der Regel, namensgebend, während körperlicher Anstrengung auf, insbesondere bei intensiver körperlicher Betätigung. Typische Kennzeichen sind dabei die vorübergehende Verengung der Atemwege, die beim Sport oder nach körperlicher Anstrengung zu Atemnot und starkem Husten führt. Besonders in kalten oder trockenen Umgebungen können diese Symptome zusätzlich verstärkt werden. Ein Asthmatiker, der regelmässig Sport treibt, sollte daher unbedingt vorher einen Bronchodilatator inhalieren, um unangenehme Symptome zu vermeiden.

Spezialformen

Eosinophiles Asthma ist eine Sonderform des Asthmas, bei der eine erhöhte Zahl von eosinophilen Granulozyten, eine Art der weissen Blutkörperchen, in den Atemwegen Entzündungen auslöst. Diese Form von Asthma ist mit einer stärkeren Entzündungsreaktion verbunden und wird häufig bei Menschen mit schwerem, schwer kontrollierbaren Asthma diagnostiziert. Eosinophiles Asthma spricht gut auf biologische Therapien an, die gezielt das Immunsystem beeinflussen, um so die Entzündung wieder zu verringern.

Eine weitere schwere Form des Asthmas ist der Status asthmaticus. Hierbei kommt es zu starken Asthmaanfällen, die nicht auf Standardbehandlungen wie Inhalatoren ansprechen. Es lässt sich sagen, dass dieser Zustand potenziell lebensbedrohlich für Betroffene ist. Daher ist in diesen Fällen eine sofortige medizinische Intervention unerlässlich, um den Asthmaanfall zu stoppen und die Atemwege wieder zu öffnen. Patienten, die mit Status asthmaticus erkrankt sind, benötigen häufig intravenös verabreichte Medikamente und ergänzende  Sauerstofftherapien.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen von Asthma sind oft sehr vielfältig und bestehen aus einer Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren. Menschen mit einer familiären Vorgeschichte von Asthma oder Allergien haben häufig ein höheres Risiko, selbst an Asthma zu erkranken. Auch Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung, Schadstoffe und Allergene können zu einer Verstärkung der Symptome und zur Entwicklung von Asthma beitragen.

Asthma Ursachen

Die genaue Ursache für Asthma ist recht komplex und oft individuell verschieden. Es gibt jedoch mehrere Faktoren, die das Risiko erhöhen können, an Asthma zu erkranken und die Symptome verschlimmern können.

  • Genetische Veranlagung: Asthma tritt oft in Familien auf, bei denen bereits Familienmitglieder an Asthma leiden. Wenn also bereits Eltern oder Geschwister an Asthma oder anderen allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Neurodermitis leiden, ist das Risiko erhöht, selbst zu erkranken.
  • Umweltfaktoren: Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze sind häufige Auslöser für Asthmaanfälle, besonders bei Menschen, die zu allergischem Asthma neigen. Auch Luftverschmutzung, wie Feinstaub oder Abgase, kann die Atemwege reizen.
  • Überempfindlichkeit der Bronchien: Bei Asthmatikern reagieren die Atemwege überempfindlich auf verschiedene Reize wie kalte Luft, Rauch oder bestimmte chemische Stoffe. Diese Überempfindlichkeit kann dazu führen, dass sich die Bronchien plötzlich verengen und das Atmen so erschwert wird.
  • Atemwegsinfekte: Besonders bei Kindern können Infektionen der Atemwege, wie Erkältungen oder Grippe, Asthmaanfälle auslösen oder die Symptome verstärken. Häufige Infektionen in der Kindheit können zudem das Risiko erhöhen, dass sich die Erkrankung an Asthma entwickelt.
  • Medikamente: Bei manchen Menschen können Medikamente die typischen Symptome, die bei einer Erkrankung an Asthma auftreten, zusätzlich verstärken.
  • Körperliche Belastung: Manche Asthmatiker erleben Asthmaanfälle oder verstärkte Symptome bei körperlicher Anstrengung. Besonders bei kaltem, trockenem Wetter kann Sport die Atemwege reizen.

Diese verschiedenen Ursachen tragen in unterschiedlichem Masse dazu bei, dass Asthma entstehen kann oder die Symptome verstärkt werden. In vielen Fällen sind es mehrere Faktoren, die zusammenwirken. Daher ist es sehr wichtig, die eigenen Auslöser zu finden, um Symptome zu lindern und die Kontrolle über die Erkrankung zu behalten.

Risikofaktoren

Die Entstehung von Asthma kann durch eine Vielzahl von Risikofaktoren begünstigt werden. Diese Faktoren erhöhen nicht nur das Risiko an Asthma zu erkranken, sondern können auch bereits bestehende Symptome verstärken. Eine gute Kenntnis über typische Risikofaktoren kann auch gezielt als vorbeugende Massnahme eingesetzt werden.

  • Rauchen: Das Rauchen von Zigaretten ist eines der bedeutendsten Risikofaktoren für die Entwicklung von Asthma und anderen Atemwegserkrankungen. Es schädigt die Atemwege, führt zu chronischen Entzündungen und verschlechtert die normale Lungenfunktion. Besonders das Rauchen in der Kindheit und die Exposition gegenüber Passivrauch erhöhen das Risiko, an Asthma zu erkranken.
  • Allergien: Allergien sind auch eine der häufigsten Ursachen für Asthma. Durch die allergischen Reaktionen können Entzündungen in den Atemwegen entstehen, was zu einer Verengung der Atemwege und den typischen Symptomen wie Husten, Keuchen und Atemnot führt.
  • Übergewicht: Adipositas und Fettleibigkeit gelten als weitere Risikofaktoren für Asthma. Übergewicht belastet das Immunsystem und erhöht die Entzündungsprozesse im Körper, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, Asthma zu entwickeln.
  • Häufige Atemwegsinfektionen in der Kindheit: Kinder, die häufig an Atemwegsinfektionen erkranken, wie beispielsweise Erkältungen oder Bronchitis, haben ein erhöhtes Risiko, in ihrem späteren Leben Asthma zu entwickeln, da die Infektionen die Atemwege schädigen können.
  • Gestörte Darmflora: Eine gestörte Darmflora, auch als Dysbiose bezeichnet, wird immer mehr mit verschiedenen Erkrankungen, auch einschliesslich Asthma, in Verbindung gebracht. Eine ausgewogene Mikrobiota im Darm spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Immunsystems. Eine gestörte Darmflora kann das Immunsystem überreagieren lassen, was zu Entzündungen der Atemwege führen und Asthma begünstigen kann.
  • Parodontitis: Parodontitis, eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, wird immer häufiger als Risikofaktor für Asthma angesehen. Es wird angenommen, dass die Bakterien aus dem Mundraum über den Blutkreislauf in die Atemwege gelangen und dort Entzündungsreaktionen auslösen können. Diese Entzündungen tragen zur Entwicklung oder Verschlimmerung von Asthma bei.
  • FDOK / NICO und RANTES: FDOK (Focal Digital Osteonecrosis) und NICO (Neuralgic Interstitial Cell Osteochondrosis) sind Erkrankungen, die mit entzündlichen Prozessen im Körper einhergehen und bei denen es zu einer erhöhten Produktion von RANTES (Regulated on Activation, Normal T cell Expressed and Secreted) kommt. RANTES ist ein entzündungsförderndes Molekül, das eine Rolle bei der Entwicklung von Asthma spielen kann, indem es die Entzündung in den Atemwegen verstärkt. Studien haben gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen diesen entzündlichen Prozessen und Asthma bestehen kann.

Asthma Symptome und Anzeichen

Asthma kann sich in verschiedenen Symptomen äussern. Die typischen Anzeichen eines Asthmas zeigen sich vor allem dann, wenn sich die Atemwege verengen oder entzünden. Die Symptome können in ihrer Intensität variieren und werden oft durch bestimmte Auslöser wie Allergene, körperliche Anstrengung oder Stress verstärkt.

  • Atemnot
  • Trockener Husten
  • Keuchen (Giemen beim Abhören der Lungen)
  • Verengte Bronchien
  • Atemnot und Husten bei körperlicher Anstrengung oder Stress
  • Asthma-Anfall: Ein Asthmaanfall, der sich durch die sogenannten „Asthma-Trias“ kennzeichnet, tritt meist sehr stark und plötzlich auf. Zu diesen Trias gehören typischerweise Atemnot, Husten und Keuchen. Bei einem akuten Asthmaanfall kann es zu stark verengten Atemwegen und einem lebensbedrohlichen Zustand kommen.

Diese Symptome können individuell unterschiedlich stark auftreten und in verschiedenen Situationen auftreten. In vielen Fällen ist eine rechtzeitige Behandlung und das Erlernen von unterstützenden Atemtechniken und Auslöservermeidung entscheidend, um die Symptome gut zu kontrollieren und ein gutes Leben mit Asthma zu führen.

Asthma Diagnose

Die Diagnose von Asthma erfolgt schrittweise, um so andere mögliche Ursachen auszuschliessen und eine genaue Diagnose zu stellen. Zu den wichtigsten diagnostischen Verfahren gehören der Lungenfunktionstest (Spirometrie), die Peak-Flow-Messung, der Provokationstest und Allergietests. Sie testen jeweils unterschiedliche Werte, die eine Erkrankung an Asthma nachweisen können.

Der Lungenfunktionstest misst das Volumen und die Geschwindigkeit des Luftstroms beim Ein- und Ausatmen und hilft dabei, die Funktion der Lungen genauer zu bewerten. Eine Einschränkung der Lungenfunktion, die nach der Gabe eines Bronchodilatators, wie Salbutamol, wieder zunimmt, kann auf eine Erkrankung an Asthma hindeuten. Die Peak-Flow-Messung misst die maximale Geschwindigkeit des Ausatmens und wird gemessen, um den Schweregrad des Asthmas zu überwachen und auf Veränderungen im Verlauf der Krankheit zu reagieren. Dieser Test ist besonders wichtig, um zu kontrollieren, wie gut die Behandlung des Asthmas eingestellt ist.

Bei uneindeutigen Werten in der Spirometrie kann auch ein Provokationstest eingesetzt werden, sollte der Verdacht auf Asthma weiterhin bestehen. Bei diesem Test werden bestimmte Reize wie kalte Luft oder chemische Substanzen verwendet, um zu testen, wie die Bronchien auf diese Stimuli reagieren. Ein positiver Test, bei dem eine Verengung der Atemwege auftritt, kann auf Asthma hindeuten und bestätigt, dass die Bronchien überempfindlich reagieren.

Bei Verdacht auf allergisches Asthma, das durch bestimmte Allergene wie Pollen oder Medikamente ausgelöst wird, werden spezifische Allergietests durchgeführt. Diese Tests helfen dabei, herauszufinden, auf welche Substanzen der Körper empfindlich reagiert, und ermöglichen eine genauere Therapie, um so Asthmaanfälle zu vermeiden.

Differentialdiagnosen

Da Asthma ähnliche Symptome wie auch andere Erkrankungen hervorrufen kann, ist es wichtig, mögliche weitere Ursachen auszuschliessen. Zu den häufigsten Differentialdiagnosen gehören die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), welche ebenfalls Atemnot und Husten verursacht, jedoch meist bei älteren, vor allem rauchenden Menschen auftritt. Eine weitere mögliche Diagnose ist Sarkoidose, eine entzündliche Erkrankung, die in den meisten Fällen die Lungen betreffen kann. Auch die Herzinsuffizienz führt ebenfalls zu Atemnot, jedoch aufgrund einer schlechten Funktion des Herzens. Des Weiteren sollen auch Tuberkulose und Mukoviszidose ausgeschlossen werden, da sie ebenfalls zu Husten und Atemnot führen. Eine weitere mögliche Ursache für die Symptome ist eine Lungenentzündung oder Vernarbung der Lunge durch wiederholte Infektionen.

Die genaue Abgrenzung dieser Erkrankungen von Asthma ist entscheidend, um die richtige Behandlung zu finden und eine falsche Diagnose zu vermeiden. In der Regel wird die Diagnose daher durch eine Kombination von verschiedenen Tests sowie einer gründlichen Anamnese gestellt.

Asthma Behandlung

Die Behandlung von Asthma hat zum Ziel, die Symptome so gut wie möglich zu lindern, die Atemwege zu stabilisieren und akute Asthmaanfälle vorzubeugen. In der Therapie wird daher zwischen der symptomatischen Behandlung, die akute Beschwerden lindert, und der Langzeitbehandlung, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen soll, unterschieden. Die gängigsten Methoden in der Asthmabehandlung sind medikamentöse Therapien, die je nach Schweregrad angepasst werden können.

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie ist der zentrale Bestandteil der Therapie bei Asthma und lässt sich in zwei Hauptkategorien unterteilen, die Bedarfsmedikamente und Langzeittherapie. Bedarfsmedikamente kommen besonders in akuten Fällen zum Einsatz, also Situationen, in denen die Symptome plötzlich auftreten oder sich akut verschlimmern. Ein typisches Beispiel dafür ist das Notfallspray, wie zum Beispiel Salbutamol. Sie sind schnell wirkende Beta-2-Agonisten, erweitern die Atemwege und lindern die Atemnot, wodurch akute Beschwerden sehr schnell kontrolliert werden können.

Für die langfristige Kontrolle der Erkrankung werden in der Langzeittherapie Medikamente eingesetzt, die zudem dauerhaft entzündungshemmend wirken. Sie helfen, die Häufigkeit und Schwere der Asthmaanfälle zu verringern. Zu den wichtigsten Medikamenten in dieser Kategorie gehören inhalative Kortikosteroide. Sie reduzieren Entzündungen in den Atemwegen und verhindern, dass sich die Bronchien entzünden, anschwellen und verengen. Eine weitere häufig eingesetzte Behandlungsoption sind langwirksame Beta-2-Agonisten, die die Atemwege über längere Zeiträume hinweg erweitern und somit eine bessere Kontrolle der Symptome ermöglichen. Häufig werden diese Medikamente in Kombination mit den Kortikosteroiden eingesetzt.

Bei sehr schwerem Asthma, welches nicht ausreichend mit den üblichen Medikamenten kontrolliert werden kann, kommen ergänzend Biologika zum Einsatz. Diese Medikamente greifen gezielt in spezifische Entzündungsprozesse im Immunsystem ein und blockieren bestimmte Entzündungsbotenstoffe.

Nicht-medikamentöse Massnahmen

Nicht-medikamentöse Massnahmen spielen eine weitere wichtige Rolle bei der Kontrolle und Linderung der Symptome von Asthma. Sie werden ergänzend zur medikamentösen Therapien eingesetzt und können dazu beitragen, das eigene Wohlbefinden zu steigern und die Häufigkeit von Asthmaanfällen zu verringern.

Atemübungen sind eine der effektivsten Methoden, um die Atmung genauer zu kontrollieren und die Symptome zu lindern. Eine weit verbreitete Übung ist die Lippenbremse, bei der der Atem langsam durch die zusammengepressten Lippen ausgeatmet wird. Diese Technik hilft, die Atemwege offen zu halten und verhindert ein zu schnelles Ausatmen, was dazu beiträgt, den Luftstrom in den Bronchien zu stabilisieren und die Atemnot zu reduzieren. Weiterhin ist die Buteyko-Atmung bei Asthma empfehlenswert und kann von einem erfahrenen Therapeuten gelehrt werden.

Die Anpassung des Lebensstils ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Asthmabehandlung. Dazu gehört vor allem die Vermeidung von Auslösern, die Asthmaanfälle auslösen können. Auch eine ausgewogene Ernährung, die entzündungshemmende Diäten umfasst, unterstützt die langfristige Gesundheit der Atemwege. So kann eine Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Ballaststoffen ist, helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren und die Lungenfunktion zu fördern.

Diese nicht-medikamentösen Massnahmen können in Kombination mit der richtigen medikamentösen Therapie dazu beitragen, das Asthma besser zu kontrollieren und die Lebensqualität wieder zu steigern.

Akutbehandlung eines Asthmaanfalls

Die sofortige Behandlung eines Asthmaanfalls ist von zentraler Bedeutung, um die Atemwege rasch zu entlasten und die Beschwerden zu lindern. Ein solcher Anfall kann unerwartet einsetzen und äussert sich häufig durch eine plötzlich auftretende Atemnot, Hustenattacken und pfeifende Atemgeräusche. Je schneller in solch einer Situation geeignete Massnahmen ergriffen werden, desto besser lassen sich Komplikationen verhindern und der Zustand wieder stabilisieren. Daher ist es besonders wichtig, die typischen Anzeichen frühzeitig zu erkennen und gezielt darauf zu reagieren.

Das Notfallspray, wie Salbutamol, ist das wichtigste Mittel in der Akutbehandlung. Es sollte sofort angewendet werden, wenn Symptome eines Asthmaanfalls auftreten. Neben der Medikamentengabe ist es zudem wichtig, Ruhe zu bewahren und eine entspannte Atemtechnik anzuwenden. Sollten die Symptome jedoch nicht schnell wieder abklingen oder sich sogar verschlimmern, sollte umgehend ein Notarzt gerufen werden. Er kann in solchen Fällen sicherstellen, dass alle notwendigen Massnahmen ergriffen werden, um den Asthmaanfall gut und schnell zu behandeln.

Alternative Therapien

Alternative Therapien bieten für Asthmatiker wertvolle zusätzliche Möglichkeiten, die Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern, insbesondere, wenn sie in Kombination mit medikamentösen Therapien eingesetzt werden. Diese Methoden sind oft darauf ausgerichtet, den Körper zu unterstützen, Entzündungen zu reduzieren und das Immunsystem zu stärken.

Ein wichtiger Aspekt bei der Behandlung von Asthma ist die Darmsanierung. Der Zustand der Darmflora hat nachweislich einen direkten Einfluss auf das Immunsystem. Wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät, beispielsweise durch ein Leaky Gut-Syndrom, können schädliche Stoffe in den Blutkreislauf gelangen und Entzündungen im Körper verursachen. Diese Entzündungsprozesse können eine Erkrankung an Asthma verstärken. Eine gezielte Darmsanierung, oftmals ergänzt durch die Einnahme von Probiotika, kann helfen, die Darmflora zu stabilisieren und das Immunsystem zu regulieren. Ein gesunder Darm ist somit ein grundlegender Bestandteil für die allgemeine Gesundheit.

Des Weiteren gibt es auch die Silent Inflammations. Hierbei handelt es sich um subtile, oft unerkannte Entzündungen im Körper, die über lange Zeit die Gesundheit beeinträchtigen können. Auch Kieferentzündungen, wie die Parodontitis, können das Immunsystem chronisch aktivieren, was auch die Symptome des Asthmas verstärken kann. Daher ist es von grosser Bedeutung, die entzündlichen Prozesse genau zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Ein weiterer entscheidender Aspekt in der Behandlung von Asthma sind Mikronährstoffmängel. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Asthma oft einen Mangel an wichtigen Mikronährstoffen wie Vitamin D, Vitamin C, Magnesium, Zink, Selen und Omega-3-Fettsäuren aufweisen. Diese Nährstoffe haben entzündungshemmende Eigenschaften und unterstützen das Immunsystem. Ein Ausgleich dieser Mängel durch eine ausgewogene Ernährung, gezielte Nahrungsergänzungsmittel oder eine Infusionstherapie kann helfen, die Entzündungsprozesse im Körper zu dämpfen und das Asthma besser zu kontrollieren.

Die Phytotherapie und die Verwendung von ätherischen Ölen sind ebenfalls bewährte Methoden in der Asthmabehandlung. Cineol, der Hauptbestandteil des Eukalyptusöls, hat sich als besonders hilfreich erwiesen, da es die Bronchien weitet und so das Atmen erleichtert. Diese natürlichen Substanzen wirken beruhigend und entzündungshemmend, was besonders für Asthmapatienten von Nutzen ist, die nach sanften Methoden suchen.

Auch die Akupunktur ist eine weitere alternative Therapiemöglichkeit. Sie basiert auf der traditionellen chinesischen Medizin und geht davon aus, dass durch das Setzen von Nadeln an bestimmten Punkten im Körper Blockaden gelöst werden und die Energie wieder frei fliessen kann. Auch hier konnten Studien zeigen, dass Akupunktur entzündungshemmend wirkt und die Symptome von Asthma lindern kann.

Zusammenfassend bieten diese alternativen Behandlungsansätze eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Asthmatherapie. Sie können helfen, die Symptome zu lindern, die Krankheit langfristig zu kontrollieren und das allgemeine Wohlbefinden wieder zu steigern. Es ist jedoch ratsam, diese Methoden immer in Absprache mit einem Arzt anzuwenden, um sicherzustellen, dass sie zu den individuellen Bedürfnissen und der bereits bestehenden Therapie passen.

Asthma: Was Sie selbst tun können um Ihre Gesundheit zu verbessern

Die Behandlung von Asthma umfasst oft mehrere Behandlungsansätze, die weit mehr als nur Medikamente enthalten. So zählen auch präventive Massnahmen zu einem Therapieansatz, wodurch Betroffene ihre Gesundheit aktiv verbessern und Asthmaanfälle vorbeugen können. Ein zentraler Bestandteil ist das Meiden von bekannten Auslösern, die die Symptome verschlimmern. Dazu gehören unter anderem kalte Luft, Pollen und Luftverschmutzung. Wenn Sie beispielsweise empfindlich auf Tierhaare reagieren, sollten Sie den Kontakt zu Tieren meiden. Auch bei einer Hausstaubmilbenallergie können regelmässige Massnahmen wie das Waschen der Bettwäsche bei hohen Temperaturen helfen, den Kontakt zu einem potentiellen Auslöser zu vermeiden.

Auch ein gutes Raumklima ist ebenfalls entscheidend für die Lungenfunktion. So sollte im genaueren Fall eine Schimmelpilzbildung vermieden werden, indem Sie regelmässig lüften und auf eine ausreichende Belüftung achten. Rauchen verschlechtert nicht nur die Gesundheit der Atemwege, sondern verstärkt auch Asthmaanfälle. Es ist daher ratsam, vollständig mit dem Rauchen aufzuhören. Für viele Asthmatiker ist Sport eine gute Hilfe, um die Lungenfunktion und die allgemeine Fitness zu verbessern. Dennoch sollte körperliche Anstrengung in Absprache mit dem Arzt durchgeführt werden, um mögliche Überbelastungen zu vermeiden.

Bei einem berufsbedingten Asthma, etwa durch Kontakt mit schädlichen Stoffen am Arbeitsplatz, sind Schutzmassnahmen wie das Tragen von Atemschutzmasken äusserst ratsam. In einigen Fällen kann auch eine berufliche Anpassung nötig sein. Zudem ist eine Asthmaschulung im Rahmen eines Disease-Management-Programms (DMP) sehr hilfreich. Neben Atemtechniken können Patienten auch den Umgang mit Notfällen genauer erlernen und wie sie ihre Krankheit aktiv managen können. All solche Massnahmen tragen nicht nur zur Linderung der Symptome bei, sondern auch zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Vermeidung von Asthmaanfällen im Alltag.

Dr. med. Karsten Ostermann M.A.

Asthma kann unbehandelt zu strukturellen Veränderungen in den Atemwegen führen, was rechtzeitig vermieden werden sollte. Ein individueller Behandlungsansatz, mit erfahrenen Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen, kann die Therapie von Asthma optimieren und die Lebensqualität verbessern.

Dr. Karsten Ostermann

Häufige Fragen zu Asthma

Im Folgenden wollen wir Ihre Fragen zu der Erkrankung Asthma genauer beantworten, um Ihnen ein noch besseres Verständnis über die Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze zu geben.

Für die Betroffenen fühlt sich Asthma oft wie ein Engegefühl in der Brust an, man könnte auch sagen, als würde jemand ein Band um die Brust binden. Typisch sind dabei eine erschwerte Ausatmung, Kurzatmigkeit, Husten und pfeifende Atemgeräusche, besonders bei körperlicher Belastung oder über Nacht. In akuten Anfällen kann die Luftnot häufig sehr bedrohlich wirken, was ein Gefühl der Angst oder Panik auslösen kann. Die Intensität der Symptome variiert stark und kann daher von leichten Beschwerden bis hin zu ernsthaften Atemnöten reichen.

Atemübungen können für betroffene Patienten sehr hilfreich sein, da so die Atmung beruhigt und die Lungenfunktion unterstützt wird. Besonders hilfreich ist die Lippenbremse, bei der langsam durch die Nase eingeatmet und mit gespitzten Lippen ausgeatmet wird. Hiermit kann erreicht werden, dass die Ausatmung verlängert und ein Zusammenfallen der kleinen Atemwege verhindert wird. Weiterhin kann die Buteyko-Atmung sehr hilfreich sein, um die Symptome von Asthma zu reduzieren.

Ja, Asthma kann eine genetische Komponente haben und ist somit teilweise vererbbar. Insbesondere allergisches Asthma besitzt eine erbliche Komponente. Sollten beispielsweise ein oder beide Elternteile an Asthma oder allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Neurodermitis leiden, kann das Risiko erhöht sein, dass auch das Kind eine Erkrankung an Asthma entwickelt. Jedoch spielen Umweltfaktoren, Infekte in der frühen Kindheit und der Lebensstil eine wichtige Rolle, sodass nicht automatisch jeder mit einer genetischen Veranlagung tatsächlich erkrankt.

Die Behandlung von Asthma bei Kindern basiert auf einer Kombination aus medikamentöser Therapie und ergänzenden nicht-medikamentösen Massnahmen. Je nach Schweregrad kommen auch entzündungshemmende Medikamente wie inhalative Kortikosteroide sowie bronchienerweiternde Mittel zum Einsatz. Wichtig ist dabei ein individuell abgestimmter Therapieansatz, der regelmässige Kontrollen, Schulungen für Eltern und Kinder sowie das Erlernen von Inhalationstechniken beinhaltet. Zusätzlich ist es hilfreich bekannte Auslöser zu vermeiden, eine Atemtherapie und gegebenenfalls auch eine hyposensibilisierende Immuntherapie zu starten, um die Beschwerden langfristig gut zu kontrollieren.

Bei Asthma tritt häufig ein zäher Schleim in den Atemwegen auf, welcher schwer abzuhusten ist. Daher kann ein unterstützender Schleimlöser sinnvoll sein, insbesondere bei gleichzeitig bestehenden Infekten oder chronischer Verschleimung. Zu den häufig genutzten schleimlösenden Mitteln gehören Acetylcystein, auch bekannt als ACC, welche den Schleim verflüssigen und das Abhusten somit erleichtern. In manchen Fällen kommen auch pflanzliche Präparate mit Thymian zum Einsatz, die eine milde, schleimlösende und beruhigende Wirkung haben. Dennoch sollten Sie beachten, dass Schleimlöser keine spezifische Behandlung gegen Asthma ersetzen.

Asthma und COPD, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, sind zwei Erkrankungen der Atemwege, die ähnliche Symptome verursachen können, jedoch unterscheiden sie sich in mehreren wichtigen Punkten.

Asthma beginnt meist schon im Kindes- oder Jugendalter und ist durch eine meist reversible Verengung der Atemwege gekennzeichnet. Die Beschwerden treten zudem oft schubweise auf und werden beispielsweise durch Allergene oder Infekte ausgelöst. COPD hingegen betrifft typischerweise ältere Menschen mit langjährigem Nikotinkonsum oder Schadstoffbelastung und führt zu einer dauerhaften, fortschreitenden Atemwegsverengung, die sich kaum oder nur selten zurückbildet.

Auch ohne Spray gibt es unterstützende Massnahmen, die bei Asthma hilfreich sein können. Allerdings ersetzen diese nie vollständig die verordnete Therapie, sondern ergänzen sie. Wichtig sind vor allem atemtherapeutische Übungen, wie die Lippenbremse oder das Atmen nach Buteyko. Sie können helfen, die Atmung zu beruhigen und eine akute Luftnot zu lindern. Auch regelmässiger Ausdauersport in einem moderaten Umfang, wie Schwimmen oder Radfahren, kann die Lungenfunktion stärken. Zudem spielt die Vermeidung von Auslösern eine grosse Rolle, da sie die Atemwege zusätzlich reizen können.

Asthma entsteht durch chronische Entzündungsprozesse in den Atemwegen, die zu einer Überempfindlichkeit der Bronchien führen. Die Atemwege reagieren dann übermässig stark auf bestimmte Reize wie Allergene, beispielsweise Pollen oder Tierhaare, Infekte, kalte Luft oder körperliche Anstrengung. Folglich verengen sich die Atemwege, es kommt zu Husten, Atemnot und pfeifenden Atemgeräuschen.

Ob man an Asthma erkrankt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine genetische Veranlagung spielt oft eine wichtige Rolle, da Asthma in Familien gehäuft auftreten kann. Auch Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung, Rauchen, Passivrauchen oder häufige Atemwegsinfekte in der Kindheit können das Erkrankungsrisiko zusätzlich erhöhen.

Wenn Sie bei Asthma öfter das Gefühl haben, schlecht Luft zu bekommen, sollte dies ernst genommen und mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Häufig steckt dahinter eine unzureichend eingestellte Therapie oder eine falsche Inhalationstechnik. Auch allergische Reize oder andere Auslöser können eine Rolle spielen. Ziel der Behandlung ist es, die Beschwerden so gut wie möglich zu kontrollieren, um gefährliche Situationen, wie einen Asthmaanfall, zu vermeiden. 

Sollte es im Falles des Asthmas zu einem Asthmaanfall kommen, ist es von grosser Bedeutung zunächst ruhig zu bleiben und sofort erlernten Massnahmen anzuwenden. Zunächst sollte man einen Bronchodilatator, wie in Form eines Notfall-Sprays, verwenden, um die Atemwege zu erweitern und die Atmung wieder zu erleichtern. Auch kann es hilfreich sein, sich in eine aufrechte Position zu setzen, da so die Atemmuskulatur entlastet und das Atmen erleichtert wird. Wenn der Inhalator nicht hilft oder die Symptome sich verschlimmern, sollte unverzüglich der Notarzt oder der Rettungsdienst kontaktiert werden.

Weiterführende Informationen

Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.