ALS - Amyotrophe Lateralsklerose

Die hier angebotenen Inhalte dienen ausschliesslich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen Diagnosemethoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und darf nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose oder den Beginn, die Änderung oder Beendigung einer Behandlung verwendet werden. Suchen Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens auf.
ALS steht für Amyotrophe Lateralsklerose. Es handelt sich um eine neurodegenerative Erkrankung, die motorische Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark betrifft. ALS führt zu einem fortschreitenden Muskelschwund, schmerzhaften Muskelkrämpfen und schliesslich zu Paresen, welche im Verlauf Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken und Atmen verursachen können.
In seltenen Fällen ist die Amyotrophe Lateralsklerose erblich bedingt, die sogenannte familiäre Form einer ALS. Die Mehrheit der Patienten ist aber von der sogenannten sporadischen Form der ALS betroffen, dessen Ursachen nicht geklärt sind.
Symptome von ALS
Die ersten Symptome bei ALS treten erst auf, wenn eine grössere Menge der motorischen Neurone befallen ist. Zu den Symptomen gehören:
- Muskelschwäche in den Händen, Armen und Beinen
- Unsicherheit beim Gehen
- Probleme beim Schlucken und Sprechen
- Atemnot
- Fatigue und Depression
- Gelegentlich Schwierigkeiten beim Atmen
Ursachen von ALS
Bei Patienten mit ALS findet man krankhafte Ablagerungen eines bestimmten Eiweisses in den betroffenen Nervenzellen. Solche Protein-Aggregate findet man auch bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen wie zum Beispiel Parkinson oder Alzheimer.
Es ist wahrscheinlich, dass mehrere Ursachen zum Ausbruch von ALS führen. Bei der Entstehung der Krankheit gibt es folgende Hypothesen und Risikofaktoren:
- Akkumulation von Glutamat im zentralen Nervensystem. Glutamat wirkt in höheren Konzentrationen neurotoxisch
- Genetische Veranlagungen im Aufbau der Nervenzellen
Integrative Forschungsansätze:
In der Umweltmedizin und funktionellen Neurologie wird zudem intensiv erforscht, inwiefern zusätzliche systemische Belastungen den Krankheitsverlauf bei entsprechender Veranlagung negativ beeinflussen könnten. Diskutiert werden hierbei unter anderem starker oxidativer Stress, neuroinflammatorische Prozesse, mögliche toxische Begleitbelastungen (z. B. durch Schwermetalle) sowie Störungen der Darm-Hirn-Achse (Darmdysbiose).
Für die integrative Behandlung von ALS sind individuelle, komplexe Behandlungspläne notwendig. Die Therapie sollte interdisziplinär mit Therapeuten unterschiedlicher medizinischer Bereiche erfolgen.

Diagnostik und Behandlung von ALS
Die Diagnostik von ALS erfordert sorgfältige klinische Untersuchungen, Bildgebung wie das MRT und neurophysiologische Tests.
Aus schulmedizinischer Sicht gibt es keine Heilung für ALS, aber therapeutische Ansätze wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie können die Lebensqualität verbessern und die Progression der Symptome verlangsamen. Mit Hilfe von Medikamenten können Symptome gelindert werden.
Aus Sicht der integrativen Medizin liegt der Fokus auf der bestmöglichen Unterstützung des Gesamtorganismus, um die Lebensqualität zu erhalten. Fehlende Mikronährstoffe zur Unterstützung der zellulären Energieproduktion (Mitochondrientherapie) können beispielsweise durch massgeschneiderte Infusionstherapien ausgeglichen werden, um Nerven- und Muskelzellen zu unterstützen. Bei nachweisbaren starken toxischen Begleitbelastungen oder chronischen Entzündungen (z. B. im Kieferbereich) werden in spezialisierten Zentren mitunter auch Ausleitungsverfahren oder Blutwäschen (wie die INUSpherese®) als rein komplementäre Massnahme evaluiert. Ziel ist es hierbei das Immunsystem zu entlasten und die systemische Entzündungslast des Körpers bestmöglich zu reduzieren.
Weiterführende Informationen
Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.