Insulinresistenz

Insulinresistenz ist eine Stoffwechselstörung, bei der die Zellen nicht effektiv auf Insulin, ein wichtiges Hormon zur Regulierung des Blutzuckers, reagieren. Insulin hat die Eigenschaft, den Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen zu transportieren, damit dieser für den Energiestoffwechsel verwendet werden kann.
Durch die Insulinresistenz der Zellen bleibt die Glukose im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt, was zu gefährlichen Folgeschäden führen kann.
Die Insulinresistenz stellt eine Vorstufe zu Diabetes Typ 2 dar.

Was passiert bei einer Insulinresistenz?

Bei einer Insulinresistenz hat das lebenswichtige Hormon Insulin eine herabgesetzte oder fehlende Wirkung auf die peripheren Zellen. Folglich wird weniger Glukose in die Zellen eingeschleust, wodurch der Blutzuckerspiegel ansteigt. Die Bauchspeicheldrüse fängt an, mehr Insulin zu produzieren, um die Situation zu kompensieren, was zu einer erhöhten Konzentration von Insulin im Blut führt.

Gleichzeitig leidet der Energiehaushalt der Zellen, weil die Glukose nicht dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Der dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel, die erhöhten Insulinwerte und die Einschränkungen im Energiehaushalt der Zellen führen zu den typischen Symptomen.

Symptome bei Insulinresistenz

Die Symptome bei Insulinresistenz können sich folgermassen bemerkbar machen:

  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit
  • Häufiges Wasserlassen und gesteigerter Appetit

Um dem Ungleichgewicht entgegenzuwirken, produziert die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin. Ein Teufelskreis entsteht. Dieser Zustand kann einige Jahre symptomlos verlaufen, bis die Bauchspeicheldrüse erschöpft ist und die Insulinproduktion reduziert oder eingestellt wird. Sofern eine Kompensation nicht mehr möglich ist, bilden sich die Symptome eines Diabetes Typ 2.

Ursachen der Insulinintoleranz

Die Ursachen einer Insulinintoleranz sind folgende:

  • Vermehrtes Viszerales Fett (Fett um die inneren Organe)
  • Mitochondriopathie
  • Oxidativer Stress
  • Darmstörungen wie z.B. Leaky Gut
  • Toxische Belastung mit z.B. Arsen oder Bisphenol-A (BPA) in Kunststofffüllungen
  • Genetische Veranlagungen
  • Störungen der körpereigenen Entgiftung
  • Mikronährstoffmängel
  • Ungesunde Ernährung
  • Stille Entzündungen (Silent Inflammation)

Behandlung von Insulinresistenz

Die Behandlung einer Insulinintoleranz konzentriert sich auf die Verbesserung der Insulinempfindlichkeit.

Eine ausgewogene Ernährung, regelmässige körperliche Aktivität und Gewichtsmanagement sind zentrale Elemente. In einigen Fällen können Medikamente wie Metformin verschrieben werden, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Sehr wirksam ist auch das intermittierende Fasten.

Weitere effektive Therapien der interdisziplinären Medizin sind:

  • Ausleitung von Schwermetallen und anderer Toxine
  • Darmsanierung
  • Anpassung der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente
  • Infusionstherapie
  • Mitochondrientherapie

Früherkennung und Lebensstiländerungen spielen eine Schlüsselrolle in der Bewältigung der Insulinresistenz. Individuelle Beratung durch einen Arzt ist wichtig, um massgeschneiderte Therapieansätze zu entwickeln und gesundheitliche Folgen zu verhindern.

Med. pract. Dana Hreus M.A.

Die Insulinresistenz ist eine Vorstufe zum Diabetes Typ 2. Eine ursachenorientierte Therapie sollte so früh wie möglich beginnen, damit die Folgeschäden eingegrenzt werden können.

Med. pract. Dana Hreus M.A.

Weiterführende Informationen

Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.