Kalium

Die hier angebotenen Inhalte dienen ausschliesslich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen Diagnosemethoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und darf nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose oder den Beginn, die Änderung oder Beendigung einer Behandlung verwendet werden. Suchen Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens auf.
Kalium ist ein Elektrolyt mit zentraler Rolle im menschlichen Organismus. Zu fast 100% befindet es sich in der Zelle und zum grössten Teil in der Muskulatur. Gleichwohl findet es sich auch in der Leber, Knochenzellen und den roten Blutkörperchen. Es ist verantwortlich für die Zellspannung, sodass elektrische Signale weitergeleitet werden. Ohne Kalium könnten die Muskeln und so auch das Herz nicht kontrahieren. Kalium ist ausserdem beteiligt an der Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Haushaltes und beeinflusst den Blutdruck.
Kalium-Wert
Bei der Bestimmung des Kalium-Wert sollte man zwischen dem Wert im Vollblut und im Serum unterscheiden.
Kalium-Wert Normbereiche im Vollblut bei Erwachsenen: 3,4 – 4,6 mmol/l
Kalium-Wert Normbereich im Serum bei Erwachsenen: 3,6 – 5,0 mmol/l
Bei Werten darüber spricht man von einer Hyperkaliämie und darunter von einer Hypokaliämie, also einem Kaliummangel.
Kalium ist zu niedrig - Hypokaliämie
Ist der Wert von Kalium zu niedrig, so herrscht eine Hypokaliämie oder ein Kaliummangel vor. Ein niedriger Kalium-Wert geht mit vielfältigen Symptomen einher. Bitte lesen Sie hierzu den Artikel Kaliummangel.
Kalium spielt im Körper eine wichtige Rolle und sollte stets in Wechselwirkung mit den anderen Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen gesehen werden. Nach einer individuellen Diagnostik kann eine zielgerichtete Anpassung von Kalium erfolgen.

Kalium ist zu hoch - Hyperkaliämie
Sofern Kalium zu hoch ist, spricht man von einer Hyperkaliämie. Die Ursachen dafür können z.B. falsch eingestellt Medikamente oder eine Nierenerkrankung sein. Die Niere scheidet über den Primärharn Kalium aus. Sofern die Funktion der Niere beeinträchtig ist, kann mehr Kalium im Blut nachweisbar sein.
Ist Kalium nur geringfügig zu hoch, kommt es nur selten zu merkbaren Symptomen. Bei erhöhter Hyperkaliämie kann sich eine Störung der Weiterleitung von Impulsen in den Muskeln und Nerven ausbilden und sich z.B. Herzrhythmusstörungen bemerkbar machen.
Kalium Tagesbedarf
Der tägliche Tagesbedarf von Kalium beträgt bei Erwachsenen ca. 4000 mg pro Tag. Stillende Frauen und Menschen mit bestimmten gesundheitlichen Voraussetzungen können mehr Kalium benötigen. Der genaue Tagesbedarf von Kalium kann anhand von individuellen diagnostischen Verfahren bestimmt und entsprechend angepasst werden.
Normalerweise kann der Bedarf an Kalium über die Nahrung gedeckt werden. In besonderen Situationen kann es aber empfehlenswert sein, Kalium über eine zusätzliche Nahrungsergänzung einzunehmen.
Weiterführende Informationen
Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.